Was sind Konfliktdiamanten?

Konfliktdiamanten sind Diamanten, die illegal gehandelt werden, um Bürgerkriege zu finanzieren. Es wäre sicherlich einfacher und definitiv machbar, den Weg, Erwerb und Verbreitung von Waffen zu verfolgen, zu kontrollieren oder zu boykottieren. Leider ist dies bis heute Wunschdenken.

Der Begriff "Konflikt- oder Blutdiamanten" wurde in den späten neunziger Jahren geprägt, als Rebellen in verschiedenen afrikanischen Staaten Diamanten zur Finanzierung ihrer blutigen Kämpfe gegen legitime Regierungen einsetzten. Als der illegale Handel mit Konfliktdiamanten seinen Höhepunkt erreichte, lag ihr Anteil am gesamten weltweiten Diamanthandel bei 4%. Heute liegt ihr Anteil bei weit weniger als 1%.

Was wird gegen Konfliktdiamanten unternommen?

Die Diamantindustrie, Regierungen, die Vereinten Nationen und NROs (Nichtregierungsorganisationen) haben das Zertifizierungssystem des Kimberley-Prozesses eingeführt, um dem Handel mit Konfliktdiamanten Einhalt zu gebieten

(Nov. 2002 - UN-Resolutionen Nr.1171, 1173, 1306 und 1343). Die systematischen Herkunftsnachweise gemäß des "System of Warranties (SoW)" wurden implementiert, um sicherzustellen, dass nur Diamanten aus legitimen Quellen in den offiziellen Verkauf gelangen. Heute stammen nachweislich mehr als 99% der Diamanten auf dem Weltmarkt aus konfliktfreien Quellen.

Diamanten schaffen Existenzgrundlagen

und retten Leben!

In Afrika liegen nach wie vor die größten Diamantschätze verborgen und die wertvollsten Steine werden neben anderen afrikanischen Staaten vornehmlich in Namibia, Südafrika und Botswana gefunden. Als südafrikanischer Konzern hat De Beers einen Weltmarktanteil von 40% und ist der größte Produzent von Diamanten. Seiner sozialen Verpflichtung ist man sich schon seit vielen Jahren bewusst.

Rund 22.000 Mitarbeiter schürfen, sortieren und schleifen die Rohdiamanten und hätten ohne Diamanten praktisch keine Erwerbschance. De Beers bietet seit vielen Jahren kostenlose Behandlungen für HIV-positive Mitarbeiter in südafrikanischen und botswanischen Minen, durch die der Ausbruch der Krankheit um Jahre verzögert wird. Zusätzlich gehören ärztliche Untersuchungen, Nahrungsergänzungen, soziale Beratungen, Prophylaxe gegen die Ansteckung sowie die grundsätzliche Versorgung mit Medikamenten dazu. Erkrankte Mitarbeiter werden in einer eigenen Klinik versorgt und Aids-Waisen von Sozialarbeitern betreut inklusive der Möglichkeit, eine Schule zu besuchen und eine Berufsausbildung zu erhalten.

Insgesamt investiert allein DeBeers etwa 11% des Gesamtbugets in 28 soziale Projekte. Ein spezielles HIV/Aids-Programm für Frauen mit einem Volumen von 1,5 Mio.US$ ist in Planung.

Jüngste Beschlüsse von DeBeers vom November 2006, das Sortieren der Rohdiamanten von London nach Botswana zu verlagern, zeigen, das in Zukunft Afrika zunehmend mehr an der Wertschöpfung seiner Rohdiamanten teilhaben wird. Immer mehr afrikanische Fachleute rücken in das Management von Minengesellschaften vor. Auf Dauer dürften auch die Schleifzentren in der Nähe der Minen folgen.